Unser selbst gebautes Wasserbett

Nein, zu Werkzeug mussten wir nicht greifen, als wir unser Wasserbett selbst gezimmert haben. Aber ich will von Anfang beginnen. Meine Frau und ich haben, was Einrichtung und Dekoration betrifft, einen etwas eigenen Geschmack. Wir haben es gerne einzigartig, statt von der Stange. Ein mittlerweile befreundeter Schreiner half uns, nach und nach die ganze Wohnung mit lauter solchen besonderen Möbeln zu gestalten. Unsere Küche ist ein Traum, der Schrank im Wohnzimmer eine spezielle Konstruktion und auch sonst ist vom Schuhschrank bis zum Badezimmerschrank alles irgendwie ausgefallen. Sicher ist das alles nicht ganz billig, aber man muss eben Prioritäten setzen. Dazu gehört es eben für uns, dass wir nicht große, teure Urlaubsreisen unternehmen, sondern lieber nur eine Woche wegfahren, und das gesparte Geld dann immer wieder in neue Möbel investieren.

Als es nun um das Wasserbett ging, meinte meine Frau, auch dieses könne der befreundete Schreiner anfertigen. Leider wollte er diese Aufgabenstellung nicht übernehmen. Zwar würde er alle anderen Möbel gerne anfertigen, nicht aber das Wasserbett. Nun gut, dann mussten wir uns eine andere Lösung suchen. Das Internet hatten wir bis dahin als Einkaufsmöglichkeit eher nur für Kleinigkeiten genutzt, größere Anschaffungen gehörten nicht in unseren Erfahrungsbereich. Also setzten wir uns erst einmal vor den Rechner, um uns zu informieren. Dabei fanden wir das so genannte modulare Softline System, welches ein Online Händler anbot. Wie bei einem Bausatz konnte man sich hier quasi sein ganz persönliches Bett konfigurieren und bestellen. Das war genau das Richtige für uns.

Das Bettgestell, die Füße, das Kopfteil und alles andere konnte man so miteinander kombinieren, wie es gefiel, und das haben wir nach kurzer Beratung über den Preis auch gemacht. So entstand unser selbst gebautes Wasserbett, für das wir aber trotzdem keinen Finger krumm machen mussten, und welches auch letztendlich nicht so teuer war, dass der Kaufpreis über unsere Verhältnisse gegangen wäre. Wir leben eben nach dem Motto, dass das Geld, das wir im Laufe der Zeit verdienen, am besten in unserem persönlichen Lebensbereich aufgehoben ist, wo wir ja die freien Stunden zum größten Teil verbringen. Und dort sollen sich Augen, Geist und Seele am wohlsten fühlen.

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